VORTEX


Selected for the 31st International Choreography Competition in Hannover, 2017!

Der Blick in den Vortex, der Blick auf Wirbel, Strömungen, Strudel konfrontiert uns mit Kräften, die uns faszinieren, weil sie nicht zu kontrollieren, nicht zu reproduzieren sind. Aus einfachen Bewegungen entwickeln sich komplexe Muster. Der Tanz sucht das Potenzial solcher Kräfte. Er versucht an den Punkt zu gelangen, wo Körper beginnen ihre eigene Energie, ihre eigene Logik zu gewinnen. Von dort aus wirken die materiellen Widerstände, die der Bewegung gesetzt sind, nicht mehr als bloß zu überwindende Hindernisse. Sie erst ermöglichen das Erleben von Bewegung, von Veränderung, von Wachstum.

Concept & Choreography: Edan Gorlicki
Performed by: Martijn Joling, Mark-Christof Klee, Kirill Berezovski, Kiyan Khoshoie, Ting-An Ying, Kalin Morrow, Andrea Vallescar, Giulia Piana
Music: Greg Haines
VORTEX
was created as part of the choreographic residency program THINK BIG of the StaatsOper Hannover in Cooperation with the TANZtheater INTERNATIONAL festival Hannover.
Premiere: September 6th, 2016 Theater Pavillion Hannover

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Review by Andreas Berger:
“Edan Gorlicki aus Israel ist bereits Fachmann. Sein „Vortex“ benanntes Stück ist auch wahrhaftig ein Strudel, eine großartig gesteigerte Kreisbewegung, die nicht nur den Raum voll erfasst, sondern in ihrer Ausstrahlung sogar das Publikum ergreift. Gelungen schon die poetische Verteilung der Tänzer auf der schummrigen Bühne. Unverwandt wandert man kreuz und quer, neigt sich im Sturm, bis alle in einen Strudel gezogen werden, der sie zum Mitlaufen zwingt.
Dabei gibt es sowohl einzelnes Aufbäumen wie Scheitern und helfende Hände, die den Gefallenen wieder in den Kreislauf integrieren. Die gesellschaftliche Aussage liegt auf der Hand. Wird aber auch nicht vordergründig. Denn sobald die Tänzer im großen Kreislauf ihre eigenen Binnenkreise ziehen, Kleingruppen Hand an Hand, bekommt das Tableau die Wirkung von Planetenbahnen. Es gibt sphärische Verlangsamung, Männer, die sich im Zentrum des Taifuns heben, drehen und tragen, dann einen energischen Finalwirbel, bei dem die Tänzerin in der Mitte wie in Béjarts „Boléro“ der alles bewegende Zentripetalkern ist. Mit hip-hopähnlichen Bodenfiguren und durch Schreie angefeuert, reißt sie sozusagen die Welt an sich. Und das Publikum mit. Eine starke Arbeit, auch in der Abstraktion aussagewillig und von den Tänzern kraftvoll umgesetzt.”

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